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Montag, 22. April 2013

Zwerge

 Letzte Woche haben wir uns eine Zwergenfamilie gebastelt...


Auf der Rückreise vom Emmental ins Appenzellerland, sind wir hier, in Huttwil, vorbei gefahren und haben uns mit Material eingedeckt...

...es ist eine wundervolle Arbeit, an einem ruhigen (und verschneiten...:-/) Nachmittag diese kleinen Wichtel mit den Kindern zu basteln.

Dazu braucht man lediglich dicke Pfeifenputzer, eine Filznadel, evtl. kleine Glöckchen und dann natürlich Wolle! Hautfarbene, gekräuselte Bärtchenwolle und kardierte Wolle in allen möglichen Farben...





...und dann kann man sie noch so schön benennen...;-)

Sonnige Grüsse!

Donnerstag, 4. April 2013

Genussvoller Märchenfrühling

Hört Ihr gerne Märchen?

Ich meine nicht nur Rotkäppchen und Dornröschen in der Disney-Version. 
Sondern Märchen, frei erzählt, aus aller Welt!

Märchen sind keine gewöhnlichen Geschichten. Märchen sind urururalte Erzählungen unserer Völker, die über die Jahrhunderte mündlich überliefert wurden. Eben mündlich "erzählt" und nicht abgelesen. Es sind Themen, die teilweise tief unter die Haut gehen und die Seele auf einer unterbewussten Ebene ansprechen...

Es gibt wenige Märchen die wirklich für Kinder - unter 7 Jahren zumindest - geeignet sind. Dann kommt es jeweils stark auf die Entwicklung des Kindes an. Obwohl die bei uns wohl bekanntesten Märchen aus den "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm sind, wurde dieser Titel etwas irreführend gewählt. Die Märchensammlung der Brüder Grimm sollte schon bei der Erstausgabe 1812 gut verkauft werden, darum wurde dieser Titel gewählt. Erzählt wurde früher aber nicht v.a. den Kindern, sondern bei allen möglichen Gelegenheiten. 

Und die Kunst des Märchenerzählens besteht darin, wie schon das Wort besagt, das Märchen FREI zu erzählen. Dafür muss man es gut kennen und schon eine ganze Weile mit sich rumgetragen haben. D.h. man muss es "verdaut" haben. Nur dann kann man es wirklich frei, in der eigenen Märchensprache lebendig erzählen. Dann kommt es auch "an" bei den Zuhörern. Erst wenn ich es wirklich verstanden und gut vorbereitet habe.

Nun, meine Ausbildung als Märchenerzählerin neigt sich langsam dem Ende zu. 
Nächste Woche aber, 
haben wir unser Debüt!!

Dazu möchte ich Euch gerne einladen...


Ich freue mich auf Euch...


Märchenschule: www.mutabor.ch

(Die Ausbildungen finden jeweils in Klassen von ca. 16-20 Personen statt. 
Die Ausbildung beginnt 2 x jährlich und dauert 2 Jahre. 
"Leider" ist die Ausbildung sehr beliebt und auf längere Zeit ausgebucht...)

Mittwoch, 23. Januar 2013

le nécessaire poivré



Zuckersüss oder gepfeffert? 
Ein wonnig farbiger Kosmetikbeutel ist doch genau das Richtige für eine Reise.




Die wunderschönen Glasperlen hat übrigens Sybille gedreht...
...es ist nur eine ihrer unglaublich zahlreichen Fähigkeiten...
...die sie auch erfolgreich in Kursen weitergibt...

Der Schnitt heisst Gretelies und es gibt die pfeffersüsse Tasche in gross oder klein. Diese hier ist die grosse. Darin finden die wichtigsten Sachen Platz...




...z.B. das..: ;-*


Dienstag, 22. Januar 2013

Erdbeer & Himbeer

Für zwei besondere, noch seeehr junge Damen, habe ich neulich wieder meine Stricknadeln hervorgekramt...


...und das Ergebnis lässt sich zeigen, finde ich...


...mal in Himbeer...



......und in Erdbeer...


...sind die nicht süss?!?


...Himbeer- & Erdbeerbabyschühchen...


...und sooooo klein...
...waren wir alle auch mal...:-)


Strickmuster von hier.

Montag, 21. Januar 2013

Märchenordner

Meine Unterlagen für meine Ausbildung als Märchenerzählerin sind in einem Ordner abgelegt. Schon lange wollte ich diesem Ordner ein würdiges Kleid verpassen...

...und endlich hat er eines bekommen:





...an dieser märchenhaften Verkleidung haben nicht nur der Ordner und ich Gefallen gefunden...

...er wurde sofort als weiche Unterlage in Beschlag genommen...;-)



Darf ich vorstellen: Bella, unsere Kuschelkatzendame...!


Stickdateien von hier
Stoffe von versch. Herstellern
Schnittmuster von mir

Sonntag, 13. Januar 2013

Johanna Marie

In meiner Blogpause war ich nicht ganz untätig und heute zeige ich Euch ein inzwischen gefertigtes Projekt...:

Eine süsse Puppe. Für ein süsses Mädchen...



Johanna ist aus weichem Baumwolljersey, welches in der Schweiz in einer kleinen Manufaktur hergestellt wird. Gefüllt ist sie mit reiner Schurwolle eines Bauernhofs im Berner Oberland, ihr Haar ist aus Mohair und ihre Kleider sind eigens für sie kreiert. 
Ihr Kern ist ein schöner Edelstein, damit die kleine Besitzerin nie vergisst zu träumen...





Ich mag das Gefühl, etwas Schönes in den Händen zu halten und zu wissen, das habe ich selbst gemacht. Von A-Z. Mit viel Liebe für diese kleine Person...

...bis bald! ;-)


Mittwoch, 25. Juli 2012

Sommer

Mittlerweile hat der Hochsommer Einzug gehalten 
und wir geniessen die Natur und den Sommer in vollen Zügen. 

Wir spielen, bauen, baden, stauen Bächlein, 
schnitzen Zauberstäbe, erzählen und hören Geschichten, 
machen Feuer, basteln mit Blättern, 
Steinen und allerhand Naturmaterialien 
kleine und grosse Kunstwerke.

Die Natur verwöhnt uns auch mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten...



Auch beim Kochen und Backen sprüht die Fantasie, und es entstehen richtige Kunstwerke...




...und Jamie hat nebenbei noch ein paar neue Buchstaben dazu gelernt...

...zudem haben wir unsere Feuerstelle ausgebaut mit Dreibein und Pfadikochtopf, sodass wir bei Gelegenheit ein richtiges Wald- oder Gartenmenü kochen können.

Heute gab's eine wunderbare Suppe im Topf über dem Feuer...


...und jetzt sind wir satt, geräuchert und haben ein richtiges Abenteuer erlebt!

Geniesst den Sommer!




Edit: Ja, es ist ein richtiger Pfaditopf, swiss made! Den gibt's in verschiedenen Grössen. (Für uns als 6-köpfige Familie habe ich einen 6.5l bestellt.) Und Dreibein und Topf kommen von HIER...

Mittwoch, 16. Mai 2012

Mutterliebe

Na ihr Mütter, wie war denn Euer Muttertag?!? 
Ich sage Euch, das war für mich ja ein Wochenende besonderer Art! Am Samstag in der Ausbildung in Weggis und am Sonntag beim Kongress. So viele spannende Themen und wunderschöne Gespräche, so viel neues Seelenfutter und liebevolle Begegnungen. Ich bin so erfüllt und danke Euch allen Beteiligten von ganzem Herzen!



Habt Ihr schon mal so ein schönes Blumenherz zum Muttertag bekommen...?

Es ist selfmade...(ja logisch! -aber wisst Ihr von wem?)
Diejenige, die es mir geschenkt hat, hat es selber gemacht. Sie hat dafür extra einen Kurs besucht...!
Ja wenn ich nicht auf der Bühne gestanden und einen Moment gebraucht hätte mit meiner etwas langen Leitung, hätte ich wohl einen Freudenschrei losgelassen...

Ist es nicht einfach wunderschön?!
Es ist im goldenen Schnitt arrangiert...

...und zwar sind rosarote Rose und weisses Birkenherz im goldenen Schnitt. Rundherum sind ein (Palm?-)Blatt und ein passendes Band in pink mit Nadeln befestigt, wovon jede der Stecknadeln einen Perlenkopf trägt. Nach unten läuft alles in einer asymmetrischen Spitze aus und endet wieder mit einer Perle.


Ach, ich bin immer noch ganz bezaubert davon.

Und wisst ihr von wem? 

Von meiner Mutter!!!
Zum Muttertag...
weil ich ja selber Mutter bin und am Muttertag nicht zu Hause sein konnte. Und weil ich über Mutterthemen gesprochen habe. Und überhaupt.
...ist das nicht schön?!

...danke von ganzem Herzen...*

Donnerstag, 22. März 2012

Springtime

Es duftet nach Frühling!!!
Nach einer längeren Blog-Pause melde ich mich mit erfrischten Frühlingskräften zurück...



So wie unser Empfangshase spriessen Blumen rund ums Haus 
und wir haben noch etwas nachgeholfen:





wir haben schon Eier gefärbt und am Tag des Frühlingsbeginns, am letzten Dienstag, feierlich und ausgiebig gebruncht...:-)





Auf dass Ostara uns ein fruchtbares und erntereiches Jahr beschert, wir unsere Projekte und Träume reich und in ihrer ganzen Fülle umsetzen können.




Leuchtende Farben wie gelb und pink, rot und hellgrün symbolisieren die Fruchtbarkeit. Der dreisträngige Zopf steht für die junge, die reife und die weise alte Frau. Das Eier suchen kommt daher, dass die Hühner früher um diese Zeit wieder begonnen haben, die ersten Eier nach der Winterpause zu legen. Sobald das Tageslicht länger als 12 Stunden anhält, registriert das Hormonsystems des Huhns über die Retina im Auge das zunehmende Licht und das Huhn beginnt nach der Winterpause wieder Eier zu legen. Heute gibt es selten noch Hühner die eine Winterpause einlegen dürfen. (Die allermeisten Legehennen werden den ganzen Winter über mit Kunstlicht beschienen, damit sie weiter Eier legen. Sie werden nach einem Jahr durch neue Junghennen ersetzt.) 
Und warum musste man die Eier suchen? Weil die Hühner frei rumlaufen konnten und ihre Eier irgendwo abgelegt hatten...
...und das wunderschön geschnitzte Holz daneben habe ich von meinem ältesten Sohn bekommen, der sich zurzeit in der Schnitzkunst übt. Ein Zauberstab für Mami.

Einen wunderschönen Frühlingsbeginn wünsche ich Euch von Herzen!
Romy

Samstag, 17. Dezember 2011

Schwellenzeit

Die Tage werden kürzer und es wird immer noch dunkler. Der Wind weht zur Zeit rauh und kalt über die Hügel. Es braust und knackt in den Bäumen und der Kauz heult fern durch die Nacht. Die Übergangszeit naht und im Kessel der Schicksalssuppe wird neu gerührt. 
Es folgen schon bald die zwölf Rauhnächte. 
Es ist die Zeit der Kerzen und Lichter, der Düfte und der Wärme. Im Haus und im Herzen.
Und es ist die Zeit für Geschichten und Märchen.

Einige von Euch wissen, dass ich eine besondere Affinität zu Märchen habe. 
Sie sind in der Sprache der Seelenbilder erzählt, der wir sonst nur in unseren Träumen begegnen und die den meisten von uns jedoch im Alltagsbewusstsein fast gänzlich fernbleibt.

Märchen sollten eigentlich erzählt werden. Dann wirken die Bilder umso mehr und man kann tief in das Geschehnis eintauchen. Weil ich es Euch nicht erzählen kann, schreibe ich Euch heute ein Märchen auf.
Eines, das in die kommende Zeit passt. Eines aus uralten Zeiten. Wahrscheinlich tausend und ein mal neu und wieder etwas anders erzählt. Es heisst Frau Holles Wagen. Von der Frau Holle gibt es einige Märchen, nicht nur das der Gebrüder Grimm. Die Figur der Frau Holle steht für die Urmutter. Die Schicksalsgöttin mit ihrem silbernen Faden - dem Schicksal - den sie fortwährend spinnt.
Frau Holles Wagen

Es war einmal ein armes Ehepaar, dem wurde kurz vor Weihnachten ein Kind geboren. Der Mann ging am frühen Morgen hinaus in den Wald, um Holz zu hauen. Wie er nun auf dem Heimweg war, wurde er von der Nacht überrascht. Als er an sein Zuhause dachte, an seine Frau und das neugeborene Kind, stiess er wie von ungefähr mit dem linken Fuss an eine Knolle, die unter dem Schnee verborgen lag. Alsbald erhob sich der Nachtwind aus einer Schlucht, der hob ihn wie Flügel aus seinem Pfad, blähte wie Segel des Wanderers Kleider und entrückte ihn ganz.
Nur mühsam vermochte der Mann sich auf dem Weg und Wirklichkeit zu besinnen, denn der ganze Wald schien im Wandel der Weihnacht. Alle Bäume hatten ein Licht aufgesteckt. Ein grosses die grossen, ein kleines die kleinen und es leuchtete von all diesem Schein als reihe sich Stern zu Stern. Immer dichter wurde das Holz, immer heller der dämmernde Zauberschein, der den Mann so verwirrte. Es mutete ihm an, als wüchsen alle Bäume aus einer gewaltigen Wurzel und als wäre der ganze Wald nur ein einziger mächtiger Baum.
Da stob er heran wie mit Rossen des Sturmwinds, davor sich alle Kronen beugten, und die wehenden Lichter wichen vor einem Fahrzeug, das aus der klingenden Ferne zwei dampfende Schimmel zu Stelle brachte. In dem zierlichen Wagenkasten sass eine weisse Frau, die spann einen langen silbernen Faden, und die Spindel tanzte weit unten im Grund. Aber wie eine schwere Woge am Ufer aufsteigt und stockt, so verhielten die Hufe den donnernden Lauf und der Wagen stand.
"Du kommst mir daher wie geheissen", beugte die Spinnerin sich dem Holzfäller entgegen. "Nimm schnell dein Handbeil und verkeile mir meinen Wagen. Gib acht, dass der Nagel aus bestem Kernholz ist, denn Himmel und Erde muss er mit der Nabe zusammenhalten und wenn er bricht, zerfällt die Welt. Am kleinsten Werk hält die Ordnung der grössten Dinge."

Alsbald warf der Mann die Harke von seiner Schulter, kniete nieder und betrachtete den Schaden. Der Keilbolzen am linken Rad war zerschellt, das Rad in Gefahr auszuscheren. Er blickte auf zu der vornehmen Spinnerin und sprach: "Wer schnell hilft, hilft doppelt." Ohne zu zögern schlug er ein kerniges Bäumchen um, hieb es zurecht, dass die Späne nur so flogen und fertigte einen kräftigen Keil daraus. Dann schlug er diesen vor die Nabe und verfestigte ihn mit aller Kunst. Zum Schluss richtete er noch die Deichsel, rückte das Pferdegeschirr zurecht und schon rissen die Rosse an den goldenen Ketten, schnoben und brausten dahin. "Die Späne nimm, dein Lohn steckt drin", hörte er die Wagenlenkerin noch rufen. Dann war alles, Frau und Wagen, in der dämmernden Lichtnacht versunken. In dem sausenden Nachtwind staubten die Flocken vom Schnee. Der Mann nahm nun ein paar der Späne, steckt sie in seine Tasche und warf das Beil wieder über. Dann ging er hiemwärts, und es ärgerte ihn ein wenig, dass ihn die vornehme Frau nur mit einem lumpigen Abfall bezahlen wollte.
Wie er der Begegnung noch nachsann, drückte ihn sein Schuh und es schmerzte ihn etwas Kantiges an den Fersen, dass er sich schliesslich auf einem Baumstumpf niederliess. Da sass er denn, zog sich die Schuhe vom Fusse und stülpte sie um. Wie er sie wieder anzog, da blinkte ein Häufchen von Spänen im Schnee. Die gleissten im Mondlicht wie eitel Gold und wogen wohl so schwer, wie gediegene Gulden. Da erkannte der Mann an der kostbaren Löhnung, dass es Frau Holles Wagen gewesen war, den er verkeilt und gerichtet hatte. Mit frohem Mut trat er denn in die Hütte ein zu Frau und Kind, brachte die schöne Mär von Frau Holles Umfahrt und legte den Goldschatz der Frau in den Schoss. Was der Mann von da an in die Hände nahm, das wuchs und gedieh im. So war er denn inne der Weisheit, dass Himmel und Erde hängen am einfachen Tagwerk des Menschen.

(Aus: Rauhnächte von Sigrid Früh)