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Samstag, 19. Oktober 2013

Die vitale Karaffe

Seit diesem Sommer sind wir glückliche Besitzer einer grossen Wasserkaraffe. Man stelle sich vor - 6, bald 7 trinkende Leute an einem Tisch - da ist man dauernd am Wasser nachgiessen!

Entweder der Wasserkrug ist zu klein und dann steht einer die ganze Zeit auf und füllt nach, oder man hat ca. 4 Krüge auf dem Tisch stehen, oooder aber der Krug ist riesengross, die Kinder können nicht alleine nachfüllen und ich bin die ganze Zeit am Wasser nachgiessen und mir fällt beinahe mein Arm ab...

Ich bin seit Jahren auf der Suche nach DER Lösung und nun habe ich sie gefunden...

...die Wasserkaraffe von VitaJuwel:



...sie fasst 5 liter, ist praktisch und edel.


Wir sind nicht an der Wasserversorgung der Gemeinde angeschlossen, dafür haben wir unsere eigene Quelle, die das ganze Haus bedient (inkl. Waschmaschine, Heizung, etc.).

Ihr wisst ja von diesem Post, dass ich viel von Wasserbelebung halte. 
Die Wasserkaraffe bietet Platz und hat ein extra Loch im Deckel für einen Edelsteinstab.
Wir haben den Stab mit der Kindermischung mit rotem Jaspis, Sodalith, Orangen-Calcit, Achat und Aventurin. 

Zusätzlich habe ich einen grossen Aufkleber mit der Blume des Lebens auf den Boden der Karaffe geklebt und einen Bergkristall, einen Rosenquartz und einen Amethyst hineingelegt.


Ein hoch-belebtes und ebenso -beliebtes Wasser. 
Frisches, belebtes Quellwasser auf dem Tisch lädt zum trinken ein, ist gesund und man trinkt endlich genug! Es steht immer auf dem Tisch, wird zwei Mal pro Tag aufgefüllt, zwei Mal pro Woche ausgewaschen und kann auch von den kleinen Kindern einfach bedient werden...

...Hahn auf und der vitale Jungbrunnen fliesst.


Die VitaJuwel-Karaffe habe ich von hier und den Edelsteinstab auch. Es gibt sie in etlichen Ausführungen. Sie sind nicht ganz billig aber dafür wunderschön und einfach zu reinigen.

Donnerstag, 24. Januar 2013

Picassos Taube


Unser neustes Projekt: wieder mal eine Wandmalerei.

Unser Wohn-/Esszimmer ist sehr geräumig und ist auf der einen Seite von einer grossen weissen Wand begrenzt. Ich hatte schon längst einige gute und auch weniger gute Ideen, wie man diese Wand gestalten könnte. Und endlich haben wir eine Lösung gefunden:



Nicht dass der Hausfrieden in Gefahr wäre, doch bringt das Bild an der Wand eine Ruhe in den Raum. Vielleicht innerer Frieden.

Dafür haben wir schwarze und weisse Dispersionsfarbe zu einem dunklen grau gemischt und ein sattes karibikblau fürs Zweiglein genommen. Die Vorlage stammt tatsächlich aus Picassos Feder. In der linken Hand das ipad mit der Vorlage, in der rechten einen Bleistift. Einer hat vorgezeichnet, der andere von weitem korrigiert, dann umgekehrt..:-)

Und schliesslich habe ich mich an die Farbe gewagt. Die Kunst dabei, war, den Schwung beizubehalten. Diese fast skizzenhafte Zeichnung Picassos hat einen solchen Pinselschwung, welcher nur schwerstens nachzuahmen ist...



...wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis und sogar aus der Nähe sieht es gut aus.
Es ist kein original Picasso, aber uns gefällt's.

Freitag, 18. Mai 2012

Löwenzahn und Tannenspitzli

Der Frühling birgt kostbare Schätze. Heute haben wir fleissig Löwenzahnblüten und Tannentriebe gesammelt und verarbeitet...



Das ist ja sooo lecker!

Ich verrate Euch, wie wir das gemacht haben:

Löwenzahnhonig

6 Tassen gelbe Löwenzahnblüten 
(früh morgens pflücken, wenn 
die Blüten noch halb geschlossen sind)

in einer grossen Pfanne mit 1.5 l Wasser aufkochen, 
vom Herd nehmen und etwas ziehen lassen. 
Dann absieben und mit 2 kg Zucker 
und Saft von 2 Zitronen aufkochen und 
bis zur gewünschten Konsistenz einkochen. 
In vorgewärmte Gläser füllen.



Tannenspitzlisirup

2 Hände voll frischer Tannentriebe

mit 1 l Wasser aufkochen, 
vom Herd nehmen und 24 Std. ziehen lassen. 
Absieben und den Sud mit 1kg Zucker, 
Saft einer Zitrone und wenig 
abgeriebener Zitronenschale aufkochen, 
ca. 2 min kochen lassen 
und dann in vorgewärmte Flaschen abfüllen.

Damit locken wir den Sommer! Passt hervorragend zu frisch gebackenem Brot...
Wir wünschen Euch guten Appetit.

Montag, 16. April 2012

Frühlingsupdate

Ostern sind vorbei, die Tage werden länger und draussen gibt es Schneeregen.Na toll. Gut, da ist wenigstens mein Gewissen nicht ganz so arg betroffen, wenn ich da an mein Blogtitelbild denke...:-o Ich warte nämlich immer noch auf mein neues Fotobearbeitungsprogramm, um die Collagen zu erstellen...
...aber auch das geschieht diesen Frühling noch!

So, und nun einige updates:


Der Osterhase hat auch bei uns vorbei geschaut (- man kann nie genug feiern!)
...und Eier malen tun wir fürs Leben gerne ;-)


Darf ich vorstellen: unsere eine Katze - Bella. Sie gähnt gerade vor lauter Frühjahrsmüdigkeit. Oder vielleicht weil sie vor lauter Eier und Zweigen keine Luft kriegt...

...aber halt - wahrscheinlich ist sie hungrig...:


...auf diese süssen Glas-Hühnchen, die oberhalb ihres Kopfes baumeln...


...ich bin ganz begeistert! Da kam doch tatsächlich ein Überraschungspäckchen vor Ostern mit diesen wunderschönen selbstgemachten Hühnchen zum Anbeissen!!! Sie sind aus Glas und gucken so liebevoll...ich musste sie euch einfach zeigen. Danke von ganzem Herzen, liebe Sybille!!! 




Donnerstag, 22. März 2012

Springtime

Es duftet nach Frühling!!!
Nach einer längeren Blog-Pause melde ich mich mit erfrischten Frühlingskräften zurück...



So wie unser Empfangshase spriessen Blumen rund ums Haus 
und wir haben noch etwas nachgeholfen:





wir haben schon Eier gefärbt und am Tag des Frühlingsbeginns, am letzten Dienstag, feierlich und ausgiebig gebruncht...:-)





Auf dass Ostara uns ein fruchtbares und erntereiches Jahr beschert, wir unsere Projekte und Träume reich und in ihrer ganzen Fülle umsetzen können.




Leuchtende Farben wie gelb und pink, rot und hellgrün symbolisieren die Fruchtbarkeit. Der dreisträngige Zopf steht für die junge, die reife und die weise alte Frau. Das Eier suchen kommt daher, dass die Hühner früher um diese Zeit wieder begonnen haben, die ersten Eier nach der Winterpause zu legen. Sobald das Tageslicht länger als 12 Stunden anhält, registriert das Hormonsystems des Huhns über die Retina im Auge das zunehmende Licht und das Huhn beginnt nach der Winterpause wieder Eier zu legen. Heute gibt es selten noch Hühner die eine Winterpause einlegen dürfen. (Die allermeisten Legehennen werden den ganzen Winter über mit Kunstlicht beschienen, damit sie weiter Eier legen. Sie werden nach einem Jahr durch neue Junghennen ersetzt.) 
Und warum musste man die Eier suchen? Weil die Hühner frei rumlaufen konnten und ihre Eier irgendwo abgelegt hatten...
...und das wunderschön geschnitzte Holz daneben habe ich von meinem ältesten Sohn bekommen, der sich zurzeit in der Schnitzkunst übt. Ein Zauberstab für Mami.

Einen wunderschönen Frühlingsbeginn wünsche ich Euch von Herzen!
Romy

Montag, 6. Februar 2012

Jamie und die Pilze, Klappe die 2.

Vor einiger Zeit habe ich Euch über meinen Sohn Jamie und seine Faszination zu Pilzen berichtet. Wisst Ihr noch? Mittlerweile hat er ein Pilzzuchtset von seinem Onkel zu Weihnachten bekommen. 



Jetzt gibt es bei uns also jede Woche Champignons vom Feinsten! Die sind so gut und saftig, wie ich noch keine gekauft habe...




Sind die nicht grossartig?!? Und die kommen immer wieder! Während 4 Monaten...
...man kann so ein Pilzzucht-Set hier bestellen.


Mittwoch, 18. Januar 2012

1001 Nacht

Ihr fragt Euch sicherlich, warum ich den ganzen Januar nicht so blog-fleissig war...?...ich hatte alle Hände voll zu tun! Vor allem in den freien Abendstunden.

Endlich hat unser Schlafzimmer einen Anstrich bekommen und die letzten Kisten sind langsam aber sicher ausgeräumt...

Ich habe eine Zeit lang gebraucht, um herauszufinden, in welchen Farben ich denn nun in Zukunft meine Nächte verbringen will.
Es stand fest, dass es märchenhaft aussehen sollte. Gemütlich und orientalisch. Unser Bett ist ein Naturbett aus rot-goldenem Apfelholz. Und die Einrichtung, sowie den geschnitzten Paravan, den wir vor 9 Jahren von Bangalore (Indien) in die Schweiz geschleppt hatten, (leider nicht auf dem Bild) sollte auch dazu passen.
Das Bild von Paris, Chocolat passt nicht ins orientalische Thema aber es sorgt für einen gesunden Stilmix und passt farblich genau ins Konzept.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Bei Kerzen- oder Mondlicht herrscht eine Stimmung wie in 1001 Nacht. Aber natürlich nicht wie zwischen König Shahriyar und seiner Sheherazade...!!! So blutrünstig sind wir nicht. Aber märchenhaft. >grins<


Und wisst Ihr von wo ich mir die Inspiration dieser Muster geholt habe?! 

Ihr werdet's nicht glauben, aber vom Yogi Tee!!!
Wenn jemand von Euch schon mal eine Yogitee-Schachtel zu Gesicht bekommen hat: Auf der Innenseite der Packung ist dieses wunderschöne Hennamuster...

Und da habe ich in stundenlanger (!) Arbeit mit gewöhnlicher Dispersion zuerst ein ganz dunkles Schokobraun an die Hinterwand gemalt und dann mit dunklem Türkis die schräge Wand nach oben verziert. Wie ein Baldachin aus Mustern.
Mein steifer Nacken vom ständigen Hinaufschauen konnte ich im neu gemalten Schlafzimmer bestens auskurieren...



 Ich wünsche Euch allen noch einen märchenhaften Mittwoch!

Romy

Donnerstag, 29. Dezember 2011

I love music

Wie wahrscheinlich die Meisten von Euch wissen, bin ich eigentlich von Beruf weder Schneiderin noch Lehrerin, sondern Musikerin.

Da scheinen es zwei wohl auch im Blut zu haben...>grins<


...das war ein tolles Konzert!

Dienstag, 27. Dezember 2011

Schön war's...und abenteuerlich!

Schwupps, so schnell geht es und die Weihnachtstage sind im Nu vorüber. Es waren wunderschöne Weihnachten, mit Stimmung, Wärme, Herzlichkeit, gutem Essen, Musik, liebevollen Geschenken und schönen Begegnungen. Und, Weihnachten war weiss! Schneeweiss...
Es hat zwar zuvor 2 ganze Tage geregnet, doch konnte das viele Wasser die grossen Schneemengen nicht zum Schmelzen bringen. Und dann kam er wieder. Der Schnee. Und verzuckerte die Landschaft erneut mit einem hauchdünnen, seidenen Puder.
Schön war's.

Vor Weihnachten wollte ich Euch eigentlich noch so das eine oder andere posten. Aaaber, da wir ja ziemlich abgelegen wohnen und daher keinen Zugang zu Breitband-Internet haben können - weil es schlichtweg kein Kabel gibt - beziehen wir unsere Daten von weit weg. Genauer gesagt von über 8000 km. Nämlich von einem Satelliten hoch über Turin. So was.
Ja, wir haben eine von diesen potthässlichen Satelliten-Schüsseln hinter das Nebenhäuschen montieren lassen. Zum Glück ist sie dort gut versteckt.
Da es aber wie verrückt geschneit hat letzte Woche, waren wir so richtig eingeschneit. Wir wohnen am Schlittelweg, also wird auch unser Zufahrtssträsschen selten gepfadet und nie gesalzt. Ich sage Euch, das war richtig abenteuerlich!
Und die Schüssel war so eingeschneit, dass ich in Pyjama, Skijacke und Fellstiefeln früh morgens mit der Schaufel, Tritt für Tritt einen Weg in den Hang hauen musste. (Ich wollte lieber im Internet einkaufen als mit dem Auto). Um dann, balancierend mit dem Besen in der einen Hand, die Schüssel frei zu wischen. Als es nach 2 Stunden erneut nicht mehr ging, weil es ununterbrochen geschneit hatte, gab ich auf.
Als dann, abends um halb sieben, als wir nach Hause kamen, vor dem Haus so um die 50cm Schnee lagen, war mir klar, dass wenn ich irgendwie am nächsten Tag mit dem Auto rauskommen wollte, den Schnee in der Einfahrt wegschaufeln musste...
...nur - wo sind die Schneeschaufeln?!? Die Kinder haben doch am Tag zuvor damit gespielt...genau. Unter dem Schnee. Und zwar irgendwo! Da half alles buddeln nix. Her mit der Gartenschaufel, Ärmel nach hinten gekrempelt und los ging's. Habt Ihr schon mal mit einer Gartenschaufel Schnee geschaufelt? Ineffizienter geht es nicht. Der Schnee klebt an der Schaufel und man kommt nur mühsam vorwärts. Es war schon stockdunkel draussen, der Kleinste schlief noch im geheizten Auto (mit der Standheizung) und die grösseren "durften" ins Haus Gemüse rüsten. Zum Glück bleibt man fit dabei. >grins<

Schön ist, dass wir jeden Tag schlitteln gehen. Und auswählen können, bei den vielen schönen Hängen rundherum! Ein Traum für die Kinder...


Mehr zu Weihnachten in den nächsten Tagen. Alles Liebe!

Samstag, 17. Dezember 2011

Schwellenzeit

Die Tage werden kürzer und es wird immer noch dunkler. Der Wind weht zur Zeit rauh und kalt über die Hügel. Es braust und knackt in den Bäumen und der Kauz heult fern durch die Nacht. Die Übergangszeit naht und im Kessel der Schicksalssuppe wird neu gerührt. 
Es folgen schon bald die zwölf Rauhnächte. 
Es ist die Zeit der Kerzen und Lichter, der Düfte und der Wärme. Im Haus und im Herzen.
Und es ist die Zeit für Geschichten und Märchen.

Einige von Euch wissen, dass ich eine besondere Affinität zu Märchen habe. 
Sie sind in der Sprache der Seelenbilder erzählt, der wir sonst nur in unseren Träumen begegnen und die den meisten von uns jedoch im Alltagsbewusstsein fast gänzlich fernbleibt.

Märchen sollten eigentlich erzählt werden. Dann wirken die Bilder umso mehr und man kann tief in das Geschehnis eintauchen. Weil ich es Euch nicht erzählen kann, schreibe ich Euch heute ein Märchen auf.
Eines, das in die kommende Zeit passt. Eines aus uralten Zeiten. Wahrscheinlich tausend und ein mal neu und wieder etwas anders erzählt. Es heisst Frau Holles Wagen. Von der Frau Holle gibt es einige Märchen, nicht nur das der Gebrüder Grimm. Die Figur der Frau Holle steht für die Urmutter. Die Schicksalsgöttin mit ihrem silbernen Faden - dem Schicksal - den sie fortwährend spinnt.
Frau Holles Wagen

Es war einmal ein armes Ehepaar, dem wurde kurz vor Weihnachten ein Kind geboren. Der Mann ging am frühen Morgen hinaus in den Wald, um Holz zu hauen. Wie er nun auf dem Heimweg war, wurde er von der Nacht überrascht. Als er an sein Zuhause dachte, an seine Frau und das neugeborene Kind, stiess er wie von ungefähr mit dem linken Fuss an eine Knolle, die unter dem Schnee verborgen lag. Alsbald erhob sich der Nachtwind aus einer Schlucht, der hob ihn wie Flügel aus seinem Pfad, blähte wie Segel des Wanderers Kleider und entrückte ihn ganz.
Nur mühsam vermochte der Mann sich auf dem Weg und Wirklichkeit zu besinnen, denn der ganze Wald schien im Wandel der Weihnacht. Alle Bäume hatten ein Licht aufgesteckt. Ein grosses die grossen, ein kleines die kleinen und es leuchtete von all diesem Schein als reihe sich Stern zu Stern. Immer dichter wurde das Holz, immer heller der dämmernde Zauberschein, der den Mann so verwirrte. Es mutete ihm an, als wüchsen alle Bäume aus einer gewaltigen Wurzel und als wäre der ganze Wald nur ein einziger mächtiger Baum.
Da stob er heran wie mit Rossen des Sturmwinds, davor sich alle Kronen beugten, und die wehenden Lichter wichen vor einem Fahrzeug, das aus der klingenden Ferne zwei dampfende Schimmel zu Stelle brachte. In dem zierlichen Wagenkasten sass eine weisse Frau, die spann einen langen silbernen Faden, und die Spindel tanzte weit unten im Grund. Aber wie eine schwere Woge am Ufer aufsteigt und stockt, so verhielten die Hufe den donnernden Lauf und der Wagen stand.
"Du kommst mir daher wie geheissen", beugte die Spinnerin sich dem Holzfäller entgegen. "Nimm schnell dein Handbeil und verkeile mir meinen Wagen. Gib acht, dass der Nagel aus bestem Kernholz ist, denn Himmel und Erde muss er mit der Nabe zusammenhalten und wenn er bricht, zerfällt die Welt. Am kleinsten Werk hält die Ordnung der grössten Dinge."

Alsbald warf der Mann die Harke von seiner Schulter, kniete nieder und betrachtete den Schaden. Der Keilbolzen am linken Rad war zerschellt, das Rad in Gefahr auszuscheren. Er blickte auf zu der vornehmen Spinnerin und sprach: "Wer schnell hilft, hilft doppelt." Ohne zu zögern schlug er ein kerniges Bäumchen um, hieb es zurecht, dass die Späne nur so flogen und fertigte einen kräftigen Keil daraus. Dann schlug er diesen vor die Nabe und verfestigte ihn mit aller Kunst. Zum Schluss richtete er noch die Deichsel, rückte das Pferdegeschirr zurecht und schon rissen die Rosse an den goldenen Ketten, schnoben und brausten dahin. "Die Späne nimm, dein Lohn steckt drin", hörte er die Wagenlenkerin noch rufen. Dann war alles, Frau und Wagen, in der dämmernden Lichtnacht versunken. In dem sausenden Nachtwind staubten die Flocken vom Schnee. Der Mann nahm nun ein paar der Späne, steckt sie in seine Tasche und warf das Beil wieder über. Dann ging er hiemwärts, und es ärgerte ihn ein wenig, dass ihn die vornehme Frau nur mit einem lumpigen Abfall bezahlen wollte.
Wie er der Begegnung noch nachsann, drückte ihn sein Schuh und es schmerzte ihn etwas Kantiges an den Fersen, dass er sich schliesslich auf einem Baumstumpf niederliess. Da sass er denn, zog sich die Schuhe vom Fusse und stülpte sie um. Wie er sie wieder anzog, da blinkte ein Häufchen von Spänen im Schnee. Die gleissten im Mondlicht wie eitel Gold und wogen wohl so schwer, wie gediegene Gulden. Da erkannte der Mann an der kostbaren Löhnung, dass es Frau Holles Wagen gewesen war, den er verkeilt und gerichtet hatte. Mit frohem Mut trat er denn in die Hütte ein zu Frau und Kind, brachte die schöne Mär von Frau Holles Umfahrt und legte den Goldschatz der Frau in den Schoss. Was der Mann von da an in die Hände nahm, das wuchs und gedieh im. So war er denn inne der Weisheit, dass Himmel und Erde hängen am einfachen Tagwerk des Menschen.

(Aus: Rauhnächte von Sigrid Früh)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Vollmondnacht

Der Mond ist aufgegangen
die gold'nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget
und aus den Wiesen steiget
der weisse Nebel wunderbar.

Seht ihr den Mond dort stehen
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen
die wir getrost belachen
weil uns're Augen sie nicht seh'n.

Kennt Ihr es noch? Dieses alte Gute-Nacht-Lied singen wir oft unseren Kindern vor und es beinhaltet eine stille Wahrheit. Im Sinne der letzten paar Worte der zweiten Strophe und weil vorletzte Nacht eine so wunderschöne und geheimnisvolle Vollmondnacht war, möchte ich Euch einige Fotos von Claudio nicht vorenthalten. Ich habe nur so gestaunt, was unsere Augen alles nicht sehen...
...und die lichtempfindliche Linse der Fotokamera schon...:-)









Alles glänzt im Mondschein. Sogar das Strässlein. Und man kann die Sterne auf den Bildern erkennen. Wer findet den Gürtel des Orion? Auf einem Bild ist er gut sichtbar...

So taucht die Mondin die Welt in ihr sanftes Licht. Als ob sie mit ihrem Schein alles in ihren Schoss aufnähme...
...ich liebe Vollmond.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Dienstag, 6. Dezember 2011

Gebaenzt

Hatte ich gestern nicht gesagt, die Schneemengen hielten sich noch in Grenzen..?!?
Nun ja, das stimmt heute ganz und gar nicht mehr: schon morgens um sieben hüpften die Kinder vor Freude und wollten schon vor dem Frühstück nach draussen. 
Es schneite so ziemlich den ganzen Tag!
Zeit für Winterstimmung. Da gehört für uns das Backen dazu.

Da werden fleissig Grittibänzen verziert und gebacken...


...und das ist nur ein kleiner Teil davon(!)

Und feiern tun wir sowieso gerne:


Herrlich duftende Wintergrüsse!

Schnee!

Heute waren wir alle frohen Mutes und so richtig in Winterstimmung:
Der erste Schnee fiel in dicken Flocken vom Himmel!
Die Kinder jubelten (endlich Schlitteln!) und ich konnte meine Sorgenfalten nicht ganz verbergen (muss ich denn jetzt tatsächlich Schneeketten montieren?!?)
Nein, ganz so heftig hat uns der Winter noch nicht eingeholt. Aber hier herrschen für mich ungewohnte Rutschverhältnisse. Zumindest glaube ich das und es ist der Grund meiner Sorgenfalte...

Noch ein wunderschönes Stimmungsbild vor dem Haus vor ein paar Tagen:

Aber ihr fragt Euch sicher, warum es hier so lange nix neues zu lesen gab..?!?
Na, wir hatten so einiges zu tun...


Genau, wir durften Geburtstag feiern. Wobei die 2 Kerzen natürlich weder optimistisch noch spartanisch gemeint waren. Sondern ab einem gewissen Alter genügen die Einer...
...die Zehner lässt man weg...>grins<


Und dann sind wir natürlich fleissig am Werkeln und Basteln. Vieles noch geheim, aber morgen mehr dazu...

Und übrigens:
Ich finde es unglaublich, dass so viele Leute meinen Blog besuchen! Von 5 auf 35 auf über 80 täglich!!! 
Das freut mich natürlich RIESIG! 
Und: 
Seit heute kann man Kommentare verfassen OHNE google- oder blogger-account. Einfach reinschreiben. 
DAS würde mich natürlich noch mehr freuen...:-)

Na dann, bis bald!

Montag, 14. November 2011

Die Kuechenbadewanne

Habt Ihr gewusst, dass wir in der Küche eine Badewanne besitzen?
Nein? Aber doch! Ihr habt theoretisch auch eine!
Zumindest für kleine Menschen...


...die es über alles lieben, mit Wasser zu spielen.

Und das geht überall wo es Wasser hat.
Natürlich auch im Waschbecken der Küche!

Herzlich,
Romy


Sonntag, 13. November 2011

Russische SENFte

Gestern konnte ich mich wieder einmal für ein paar Stunden ins Nähzimmer zurückziehen. 
Das Ergebnis:
Endlich bekommt mein Lieblingsstuhl in SENF ein passendes Kissen.


Und endlich kommen die wunderschönen Matrjoschkas an die Reihe. Das Stöffchen und die Stickdatei haben mindestens ein Jahr warten müssen...


...haben aber dafür einen Ehrenplatz bekommen.
Aufs Sofa folgen noch weitere Exemplare.
Mehr dazu später.

Herbstgrüsse
Romy

Freitag, 11. November 2011

In Reih und Glied

Wir Glückspilze durften die letzten paar Tage noch die Sonne über dem Nebelmeer geniessen und es waren wunderschöne Stimmungen dabei.(Auch fantastische (Voll-)Mondnächte!!) 
Nur schade, dass frau nicht immer die Kamera zur Hand hatte..!

Heute ist es kalt, neblig und nass und da wir da wohnen, wo auch Fuchs und Häsin wohnen, brauchen wir gutes Schuhwerk. Nicht nur regentaugliches, auch wildbachtaugliches und zudem schön warmes...


Gutes Schuhwerk im Multipack, gefüttert mit Teddyplüsch und allwetterfest!
Und da wir hier auf dem Lande wohnen, gibt's ganz praktische Läden wo man solche Sachen findet.
Die ganze Reihe für 0-8jährige.
Dahinter unser Türsteher Meister Lampe mit Kuhglocke am Ohr. (Zurzeit unsere Türklingel!)
Der Holzhase wacht, wer hier ein- und ausgeht, und er schreckt hoffentlich den Fuchs etwas ab, damit er nicht wieder(!) unsere Schuhe zerbeisst. 
Wäre doch schade umd die süssen Gummistiefel.

Donnerstag, 3. November 2011

Spiegelzauber

Gestern haben sich zwei Tatsachen wunderbar ergänzt:
erstens war es traumhaft schönes Wetter und
zweitens ist unser Auto spiegelblank sauber und es hängt kein Appenzeller-Strassenstaubkörnchen mehr dran.
Schaut mal was daraus entstanden ist:


ist das nicht zauberhaft?

Übrigens: der gelbe Aufkleber mit unserm Autofahr-Statement hat sage und schreibe fast SIEBEN ganze Jahre auf ein geeignetes Plätzchen gewartet und ziert nun schon seit Januar dieses Jahres unseren neuen Multivan.


Commit random acts of kindness.
Unser Motto beim Autofahren schlechthin.
Wobei ich sagen muss, es wirkt vice versa. Wir outen uns als nette Autofahrer (:-)) und gleichzeitig erinnert uns der gelbe Kleber im Rückspiegel manchmal an unser Motto...
(...wie wir fahren sollten. öhöm.)

einen sonnigen Tag Euch allen!


Mittwoch, 2. November 2011

Schule zu Hause


Gestern haben wir fleissig gewerkelt, genäht und gestickt. Wofür? Ja, wenn man Schule zu Hause macht, gehört eben auch die Handarbeit dazu. Und das macht Frau ja sowieso LIEBEND gerne...!

Nachdem wir letzten Monat so etliche Male den grossen blauen Schweden besucht haben, konnten wir nun endlich das erste Zimmer des Hauses mal so definitiv einrichten. (puh!)
tadaaa:
Das Schulzimmer!


Ach, ich liebe es, wenn die Sonne so warm ins Zimmer scheint. Es wärmt einem Herz und Seele. (Und Gesicht und Bauch...)
Vor allem sind wir hier meist über der Nebelgrenze und laufen immer noch im T-Shirt vor dem Haus herum...

Es ist wunderschön, hier zu lernen, zu arbeiten, zu malen, zu basteln, Musik zu machen und kreativ zu sein. Draussen bimmeln Kuhglocken und wir hören Brunnen und Bächlein rauschen...
 Schule wie in den Ferien.
Oder umgekehrt. 
Oder vielleicht muss man das hier oben gar nicht mehr so strikte trennen. Weil das Lernen aus intrinsischer Motivation kommt. Aus Lust am Tun. Etwas machen und etwas in dieser Welt (oder in sich drin) bewegen. Das kommt von allein. Man muss die Kinder nicht dazu zwingen.


Den gepunkteten Wachsstoff (übrigens auch vom grossen Schweden) haben wir über zwei alte originale, jedoch schon etwas abgegriffene Schulbänke gezogen. So kann man getrost auch mal daneben malen oder leimen und einfach mit einem feuchten Lappen wieder sauber machen. Den gestreiften Vorhangstoff, wie auch das weisse Möbel und die Kinderbürostühle sind auch vom blauen Schweden. (Ich sagte ja, wir waren wirklich OFT(!) dort...)>grins<
Die Stickdatei ist von hier
 und Filz und co. vom Bastelladen.
Ich wünsche Euch eine wunderschöne zweite Wochenhälfte!

Herzlich, 
 Romy