Dienstag, 13. Dezember 2011

Vollmondnacht

Der Mond ist aufgegangen
die gold'nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget
und aus den Wiesen steiget
der weisse Nebel wunderbar.

Seht ihr den Mond dort stehen
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen
die wir getrost belachen
weil uns're Augen sie nicht seh'n.

Kennt Ihr es noch? Dieses alte Gute-Nacht-Lied singen wir oft unseren Kindern vor und es beinhaltet eine stille Wahrheit. Im Sinne der letzten paar Worte der zweiten Strophe und weil vorletzte Nacht eine so wunderschöne und geheimnisvolle Vollmondnacht war, möchte ich Euch einige Fotos von Claudio nicht vorenthalten. Ich habe nur so gestaunt, was unsere Augen alles nicht sehen...
...und die lichtempfindliche Linse der Fotokamera schon...:-)









Alles glänzt im Mondschein. Sogar das Strässlein. Und man kann die Sterne auf den Bildern erkennen. Wer findet den Gürtel des Orion? Auf einem Bild ist er gut sichtbar...

So taucht die Mondin die Welt in ihr sanftes Licht. Als ob sie mit ihrem Schein alles in ihren Schoss aufnähme...
...ich liebe Vollmond.

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Schiff ahoi! (Liors Werkstatt Teil I.)

Wenn man Schule zu Hause macht, gehört selbstverständlich auch "Werken und Handarbeit" dazu. Nur nennen wir das nicht so klassisch. Wir haben jedoch im Haus ein Nähzimmer mit Nähmaschinen und Stickmaschine, Stoffe und allerlei Bänder, Knöpfe und sonstiges Getüddel. Und dann haben wir natürlich auch einen Werkraum mit Hobelbank und diversen Werkzeugen. Da mein ältester Sohn sich zur Zeit sehr oft in diesen, oben genannten, Räumen aufhält, und so wunderschöne Sachen macht, möchte ich Euch in einer Reihe mal einige Projekte zeigen.
 Darf ich vorstellen heute:

MERIUS, das Holzladeschiff


Das Schiff hat er bereits vor 2 Jahren gebaut und jetzt etliche Details dazugefügt:











Wenn man die Kinder machen lässt und sie nicht im Vornherein einschüchtert, es sei doch zu gefährlich mit Hammer, Bohrer, Feile und Säge zu hantieren, gehen sie von Anfang an selbstsicher und mit natürlichem Respekt vor Gefahr mit Werkzeugen und Maschinen um. Wenn's wirklich gefährlich wird, soll man sicher dabei stehen und Hand anbieten, aber sich zurückhalten, wenn man sieht, dass das Kind es selber kann.
Ich denke, dass sie auch nur dann wirklich verantwortungsvollen Umgang mit Gefahren im Alltag lernen. Eben dann, wenn man sie tun und selber erfahren lässt...

ist es nicht wunderschön..?!
Schiff ahoi!

Frosty

Na, wer ist denn jetzt hier der Schneemann...???

 

Dienstag, 6. Dezember 2011

Gebaenzt

Hatte ich gestern nicht gesagt, die Schneemengen hielten sich noch in Grenzen..?!?
Nun ja, das stimmt heute ganz und gar nicht mehr: schon morgens um sieben hüpften die Kinder vor Freude und wollten schon vor dem Frühstück nach draussen. 
Es schneite so ziemlich den ganzen Tag!
Zeit für Winterstimmung. Da gehört für uns das Backen dazu.

Da werden fleissig Grittibänzen verziert und gebacken...


...und das ist nur ein kleiner Teil davon(!)

Und feiern tun wir sowieso gerne:


Herrlich duftende Wintergrüsse!

Schnee!

Heute waren wir alle frohen Mutes und so richtig in Winterstimmung:
Der erste Schnee fiel in dicken Flocken vom Himmel!
Die Kinder jubelten (endlich Schlitteln!) und ich konnte meine Sorgenfalten nicht ganz verbergen (muss ich denn jetzt tatsächlich Schneeketten montieren?!?)
Nein, ganz so heftig hat uns der Winter noch nicht eingeholt. Aber hier herrschen für mich ungewohnte Rutschverhältnisse. Zumindest glaube ich das und es ist der Grund meiner Sorgenfalte...

Noch ein wunderschönes Stimmungsbild vor dem Haus vor ein paar Tagen:

Aber ihr fragt Euch sicher, warum es hier so lange nix neues zu lesen gab..?!?
Na, wir hatten so einiges zu tun...


Genau, wir durften Geburtstag feiern. Wobei die 2 Kerzen natürlich weder optimistisch noch spartanisch gemeint waren. Sondern ab einem gewissen Alter genügen die Einer...
...die Zehner lässt man weg...>grins<


Und dann sind wir natürlich fleissig am Werkeln und Basteln. Vieles noch geheim, aber morgen mehr dazu...

Und übrigens:
Ich finde es unglaublich, dass so viele Leute meinen Blog besuchen! Von 5 auf 35 auf über 80 täglich!!! 
Das freut mich natürlich RIESIG! 
Und: 
Seit heute kann man Kommentare verfassen OHNE google- oder blogger-account. Einfach reinschreiben. 
DAS würde mich natürlich noch mehr freuen...:-)

Na dann, bis bald!

Freitag, 25. November 2011

Herbstgedanken

Ja, ich finde tatsächlich, dass man diesen grauen Nebelschwaden hier draussen noch das Herbstetikett anhängen darf. Sie gehören noch nicht zum Winter. Es herrschen zwar schon minus-Temperaturen, jedoch fühlt es sich noch nicht so an.

Ich mache mir über allerlei so meine Herbstgedanken. 
Wie einige von Euch schon wissen, wurde über uns letzten Mittwoch in der Zeitung und heute im Fernsehen eine Reportage gemacht. Eigentlich über uns und Schule zu Hause. Das war für mich eine spannende Erfahrung. Die Medien sind für mich sowieso ein zweischneidiges Schwert. Zum einen habe ich es innerlich nicht abgelehnt, dass man über uns und vor allem was wir so tun, berichtet, jedoch wusste ich im Voraus, dass es immer anders klingt, wie wenn man es selber aufschreiben würde oder, wie im Film, selber zusammenschneiden würde. (Das habe ich doch so gar nicht gesagt, oder?!? Oder zumindest habe ich es nicht so gemeint...?!?) Es werden jeweils Bruchstücke verwendet von alledem was gesagt wurde. Und das klingt eigentlich immer fremd.
Am Einfachsten wäre es, ein kurzes, prägnantes Statement zu liefern. Eines dass jedermann und Frau versteht. Z.B. "Wir machen homeschooling, weil wir finden XYZ." Wie man sich das gewöhnt ist aus der Schule beispielsweise. Dort wo man gelernt hat, zu allem irgend eine Meinung zu formulieren. Weil man sich sonst etwa als uninteressiert oder gar einfältig geoutet hätte.
Nur, bei gewissen Themen ist das eben nicht so einfach. Nicht dass wir nicht wüssten, warum wir uns so entschieden haben. Auch nicht, weil wir keine Meinung haben. Aber es lässt sich einfach nicht in wenigen Sätzen, geschweige denn in einem 15 sek. zusammengeschnittenen Interwiev erklären, was unsere Beweggründe oder welches unsere Gedankengänge sind. Die Geschichte beginnt vor Jahren, wir haben zig Bücher zu diesem Thema verschlungen, Beiträge, Erfahrungsberichte und Artikel gelesen, Schulbesuche gemacht, in Elterngesprächen ausgetauscht und vorallem unsere Kinder beobachtet.
Da müsste man direkt selber ein Buch schreiben.
Wer weiss, vielleicht einmal...;-)
Frühestens im Pensionszeitalter wieder. >lach<

Falls es Euch doch interessiert, hier die links dazu:

Nun möchte ich Euch aber ein paar wunderschöne, herbstliche Bilder nicht vorenthalten. Meine Mutter, eine stolze Grossmutter, hat vor einiger Zeit drei wunderschöne Parkas für die Kinder genäht.
Und wir haben dann noch die Stickmaschine rattern lassen. Mit Stickdateien von hier.


Ach, ich liebe so verspielte und individuelle Kindermode...
...eben so wie auch die Kinder sind.

Dienstag, 22. November 2011

Nachdenklich...

Heute waren wir an einem wunderschönen Ort, mitten auf einem Hügel, gleissendes Herbstlicht, gute Luft und eine fantastische Aussicht auf den Alpstein.
Es ist ein bekanntes Ausflugsziel und dort oben gibt es einen wirklich grooossen Spielplatz und die Kinder waren, kaum angekommen, auf und davon. 
Ich habe mich auf einen Stein in die Sonne gesetzt, und die goldenen Strahlen aufgesogen. Trotz meines meditativen Zustandes, habe ich, als Mutter von vier Kindern, immer meine Fühler draussen und weiss, wo meine Kinder sich aufhalten. Meine zwölf Sinne geöffnet, vernehme ich plötzlich auch den jammernden Ruf eines ganz kleinen Geissleins, immer im Wechsel mit dem Meckern einer grossen Ziege. Irgendwann bin ich dann aufgestanden um zu schauen, was da los war:
Zwei ganz kleine, frisch geborene Geisslein standen in einem, für jedermann begehbaren, Gehege und wurden von einem kleinen Kind, ca. 3-jährig regelrecht geplagt. Der Vater stand ausserhalb mit Kamera in den Händen und fand das offenbar recht süss, wie sein Sohn die kleinen Geisslein umherschubste. Gerade als ich dazu gekommen bin, ruft eine Frau von der anderen Seite, er solle auf der Stelle die Tiere in Ruhe lassen. Erst da reagierte der Vater und als ich mich auch noch demonstrativ daneben stellte, nahm er seinen Sohn aus dem Gehege.

Ich frage mich, warum die Mutterziege sich nicht wehrt und auch verängstigt im Stall stehen bleibt. Und ich bekomme postwendend eine Antwort:
In diesem Moment betritt der Besitzer der Ziegen mit einer Tierärztin (?) das Gehege und die Ziegen, alarmiert, versuchen sich zu verstecken. Der Mann will eine der Geissen packen. Sie entwischt und er hält sie an einem Bein fest und reisst sie grob zu sich. Er flucht und schimpft, die Ziegen, das seien doch alles Affen und verfluchtes Gesindel.
Als er doch eine erwischt hatte, hielt er der Tierärztin triumphierend den Hals der Ziege hin, damit sie eine Blutentnahme machen konnte. Sein Kommentar: "Na, ist's recht so?" mit einem üblen Grinsen.

Da war mir auch klar, warum die Tiere so eingeschüchtert waren. Und es tat mir so wahnsinnig leid, das zu sehen.
Warum gibt es immer noch so viele Menschen, die Tiere so behandeln? Als wären sie böse, schädlich, dumm oder nichts wert?
Diese Menschen werden wohl nicht anders mit sich selber umgehen. Aber das ist kein Trost. Tiere sind hochsensible Wesen, wie wir, fühlen tief und spüren unglaublich viel. Sie wittern die Gefahr genauso wie sie wissen, dass jemand mit freundlicher Absicht auf sie zukommt. Aber sie sind furchtbar eingeschüchtert von uns Menschen.

Einer Mutterziege, die frisch geboren hat, geht es genau gleich, wie einer Menschenmutter in dieser Situation: sie braucht Ruhe, Schutz und eine friedliche Atmosphäre in der sie sich erholen kann. Ihre Hormone fahren Achterbahn und sie braucht Zeit. Um Kraft zu schöpfen, sich zu erholen, damit ihr Körper Milch bilden kann und sie ihr Kind begrüssen kann. Das ist der Beginn einer engen Mutter-Kind-Bindung, die für ein sicheres Ankommen in dieser Welt von grösster Wichtigkeit ist. Da wird ein Grundstein für die Beziehung zum Leben gelegt. Für gesunde Menschen und gesunde Tiere.
Leider ist es auch bei uns Menschen häufig nicht anders.
Stellt Euch vor, die Kinder dieser Welt würden sanft auf die Welt kommen und ihre erste Begegnung mit dieser Welt würde in Ruhe und in einer friedlichen, liebenden Atmosphäre stattfinden? Sie würden sich vom ersten Atemzug an freuen, noch mehr von dieser Welt und allem Leben darin zu entdecken und kennen zu lernen. Und sie hätten von Anfang an RESPEKT. Sich selbst und ihrem Leben gegenüber.


Diese Bilder sind nicht von heute. Mein Mann hat sie im Frühjahr in den Bündner Bergen gemacht...
...ich finde sie wunderschön. Postkartenreif!


Eine hommage an die Ziegen. An die Tiere und Menschen. Und das Leben...